Mittwoch, 3. Februar 2010

Schweinegrippe: 8,33 Euro für jede nicht verwendete Impfdosis

Die Bundesländer müssen einen Schaden von 8,33 Euro für jede nicht genutzte Impfdosis gegen das so genannte Schweinegrippe-Virus einplanen. Das geht aus einer Kleinen Anfrage der Linken-Fraktion des Bundestages an die Bundesregierung hervor.

Der Preis pro Dosis liegt bei 7 Euro, hinzugerechnet wird dann noch die Mehrwertsteuer. Dem Hersteller des Impfstoffes, GlaxoSmithKline, werden 238 Millionen Euro zuzüglich Mehrwertsteuer gezahlt.

Pandemie blieb aus

Nachdem die grosse Pandemie in Deutschland ausblieb und nur vereinzelte Erkrankungen gemeldet wurden, müssen die Bundesländer mit einem erheblichen wirtschaftlichen Schaden wegen zuviel bestelltem Impfstoffs rechnen. Das Bundesgesundheitsministerium, die Bundesländer und der Impfhersteller vereinbarten Anfang Januar, dass nur ein Drittel der zuvor geplanten 50 Millionen Impfdosen gekauft werde.

Anzahl geimpfter Personen noch nicht bekannt

Die Kosten für nicht verwendete Impfdosen müssen die Bundesländer tragen. Die Kosten einer erfolgten Impfung tragen die Krankenkassen. Wieviele Menschen gegen Schweinegrippe bereits geimpft wurden, ist bisher nicht bekannt. Das Paul-Ehrlich-Insitut werde sie in einiger Zeit ermitteln können. (hkn/ddp)

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