Montag, 1. Februar 2010

Forscher haben das Aids-Puzzle endlich geknackt

Nach über 20 Jahren Forschungsarbeit sind britische und US-Wissenschaftler einen entscheidenden Schritt in der Aids-Forschung vorangekommen. Sie haben einen Kristall entwickelt, der das Enzym „Integrase", das sich im HI-Virus befindet, in 3D sichtbar macht.

Die Wissenschaftler hoffen nun, dass sie dadurch die Arznei-Resistenz von Integrase abbauen und Aids-Patienten so besser therapieren können.

„Der Kristall macht es möglich, besser zu verstehen, wie das Enzym Integrase in Verbindung mit dem HI-Virus funktioniert“, so Peter Cherepanov, einer der Forscher vom Londoner Imperial College. „Aufgrund dieser Erkenntnisse lassen sich neue Medikamente gegen das HI-Virus und gegen Aids entwickeln.“

Wenn sich das HI-Virus im Körper ausbreitet, nutzt es das Integrase-Enzym, um seine eigene genetische Information zu kopieren und zu verbreiten! Bricht die vom HI-Virus hervorgerufene Krankheit aus, spricht man von Aids.

Neuartige Medikamente wirken dem Ausbruch der Krankheit entgegen, indem sie das Integrase-Enzym blocken. Dank des neuen Kristalls können diese Medikamente verbessert werden.

Für die vollständige Entwicklung des Kristalls brauchten die Forscher über 40 000 Versuche. Erst dann reichte seine Qualität aus, um das Integrase-Enzym dreidimensional sichtbar zu machen!

Seit dem Ausbruch der Epidemie haben sich über 60 Millionen Menschen mit dem HIV-Virus infiziert, über 25 Millionen sind daran gestorben. Bis heute gibt es kein Medikament und keine Therapie, die Aids vollständig heilen kann.

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