Sonntag, 21. Februar 2010

Durch verunreinigte Blutprodukte HIV-infiziert

Der Stiftung Humanitäre Hilfe für durch Blutprodukte HIV-infizierte Personen geht im nächsten Jahr das Geld aus. Der Hamburger Andreas Bemeleit hat jetzt den Stand der Dinge in seinem Blog ZwischenZeit dargestellt. Der Artikel steht unter der Überschrift "Stirb schneller! Das Geld ist alle!" im Netz.

Durch die Behandlung der Hämophilen (Bluter) mit verunreinigten Gerinnungspräparaten wurden bis Mitte der 80er Jahre etwa die Hälfte der Hämophilen mit HIV und nahezu alle, die nicht virusinaktivierte Präparate erhalten hatten, mit dem Hepatitis C-Virus (HCV) infiziert. Der größte Teil der Infektionen hätte verhindert werden können, wenn die Blutprodukte herstellenden Unternehmen, die Blutspendedienste und die Deutschen Aufsichtsbehörden rechtzeitig gehandelt hätten.

Die Mittel der Stiftung für die Unterstützung der Betroffenen sind begrenzt. Anfang 2011 werden alle Mittel verbraucht sein.
Das Stiftungsvermögen in Höhe von 127,8 Millionen Euro wurde vom Bund (40%), der Pharmaindustrie (36,3%), den Ländern (20%) und den Blutspendediensten des Roten Kreuzes (3,7%) aufgebracht. Die damalige Kalkulation sollte alle Betroffenen bis an ihr Lebensende versorgen. (weiterlesen...)

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